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 Wednesday, 08. September 2010
Leistungen der Physiotherapie PDF Drucken E-Mail

Was ist Physiotherapie?
Früher wurde der Begriff Krankengymnastik synonym für Physiotherapie verwendet, bzw in anderen Ländern wird der Begriff Kinesitherapie genannt.

Heute ist die Krankengymnastik, wie auch die physikalische Therapien (Massagen etc) und die Bäder-Therapie jeweils ein integraler Bestandteil der Physiotherapie.

Krankengymnastik als Bestandteil ärztlicher verordneter Therapie ist eine eigenständige Behandlungsmöglichkeit im Dienst der Gesundheit des Menschen. Sie ist durch ihr Fachwissen abzugrenzen z.B. von Heilgymnastik oder Bewegungsübungen. Als staatliches anerkanntes Heilmittel ist Krankengymnastik eine kassenanerkannte Leistung.

Vorrangiges Ziel der Krankengymnastik ist es, durch spezielle Therapietechniken Störungen der Körperfunktionen zu vermeiden und zu beseitigen, Fehlentwicklungen zu korrigieren und Heilungsprozesse einzuleiten oder zu unterstützen. Durch gezielte Behandlungen greift Krankengymnastik am Haltungs- und Bewegungssystem ein, um entweder an diesem oder als Sekundärwirkung an anderen Organsystemen Heilung oder Besserung zu erreichen.

Durch aktive Mitarbeit wird der Patient in den Heilungsprozess einbezogen, gewinnt an Selbständigkeit und kann an seiner Gesundung mitwirken. Die enge Verflechtung des Haltungs- und Bewegungssystems mit allen wichtigen Funktionskreisen des Körpers, wie z.B. Atmung, Herz-Kreislauf, Stoffwechsel und psychische Funktion, zeigt die ganzheitliche Wirkung von Krankengymnastik und erklärt so ihre Therapieerfolge.


Krankengymnastische Einzelbehandlung

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Leistungen insbesondere:

  • Behandlung funktionsgestörter Gelenke
  • Stabilisierung von überbeweglichen Gelenke
  • Wiederherstellung des Muskelgleichgewichts
  • Dehnung verkürzter Weichteilstrukturen
  • Aktivierung und Kräftigung geschwächter Muskulatur, auch mit Geräten
  • schmerzstillende und tonusregulierende Maßnahmen
  • Schulung physiologischer Haltung und Bewegung
  • Beeinflussung der Atmungsmechanik und Atmungsregulation
  • Durchblutungsfördernde und entstauende Maßnahmen
  • einzelne Massagegriffe als vorbereitende oder ergänzende Maßnahmen
  • Thoraxmobilisation und Beeinflussung der Atemtechnik
  • Maßnahmen zur Hemmung von pathophysiologischen Bewegungsmustern
  • Maßnahmen zur Regulierung des Haltungs- und Bewegungstonus
  • Ergänzende Bertung in bezug auf das Krankheitsbild in Aktivitäten des täglichen Lebens, wobei mit Erarbeitung funktioneller und koordinierter Bewegungsabläufe die bestmögliche Beherrschung der statischen Körperfunktionen anzustreben ist.

Ergänzende Leistungen:

  • Wärmebehandlung (Heißluft / Fango) – Massagen, BGM-Massagen, Lymphdrainagen,  - Extensionsbehandlungen (Schlingentisch o.ä.) - Kälteanwendungen - Hausbesuche

Krankengymnastische Behandlung bei angeborenen und frühkindlich erworbenen zentralen Bewegungsstörungen
  • Ausnutzung der Stimulationsmöglichkeiten des Gehirns
  • Hemmung pathologischer Entwicklungen
  • Methodische Anwendung der Hemmungs- und Bahnungstechniken
  • Sprachanbahnung
  • Schulung im Umgang mit Hilfsmitteln
  • Anleitung der Bezugsperson(en)
  • Verbesserung der Motorik, Sensorik und Psyche sowie Vermeidung von Sekundärschäden

Krankengymnastische Behandlung bei zentralen und peripheren Bewegungsstörungen (erworben nach Abschluss der Hirnreife) sowie komplexen peripheren neurologischen Syndromen
Zentrale Störungen:
  • nach Schädel-Hirntrauma in schweren Fällen (auch Hirntumor)
  • nach Apoplexie mit ausgeprägten Lähmungen
  • bei Multipler Sklerose bei schweren und ausgeprägten Lähmungen und Funktionsstörungen
  • bei schweren Funktionsstörungen durch fortgeschrittene amyotrophische Lateralsklerose (ALS)
  • Parkinson im fortgeschrittenem Stadium
  • bei Querschnittslähmung

Periphere Störungen
  • bei Muskeldystrophie
  • bei Querschnittslähmung
  • bei MMC (Meningomyelocele)
  • bei komplexen schweren periphere-neurologischen Syndromen mit defimierten Ausfällen (Plexuslähmungen, radiculäre  Syndrome)
  • bei ausgedehnten Folgen von Polytraumen mit Funktionsstörungen an Rumpf und / oder Gliedmassen
 
 
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