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 Wednesday, 08. September 2010
Systemanalytiker Technik PDF Drucken E-Mail

Ende der 60-er Jahre war der Autor als Kfz-Entwicklungsingenieur innerhalb einer europäischen Filiale eines amerikanischen Autokonzerns mit dabei, die technischen Voraussetzungen einer sicheren Fahrgastzelle mit Front- und Heckknautschzonen im Falle eines „Frontal-Crash´s“ bei ca. 50 km/h mit Hilfe von EDV- Modellen  zu analysieren und realisierbare Lösungen zu finden. Es war der Höhepunkt des alltäglichen Straßenverkehrsdramas, allein in der BRD über 25.000 Tote in einem Jahr (1970).

   Mit einer EDV- unterstützten Systemanalyse aller belastungs- und verletzungsrelevanten Daten und Konstruktionen von Profilverläufen fand der Autor heraus, dass die extrem eckige Verbindung zwischen der damals im Automobilbau üblichen steilen „A-Säule als seitlicher Fensterrahmen“ und dem Dachverlauf zu extremen Überlastungen führte, die die Fahrgastzelle im Crash-Fall wie ein Kartenhaus zusammenbrechen ließ. 

                             Die Lösung Eine kleine gebogene – nicht patentfähige- 10 cm lange Verstärkung von nur 2 mm Dicke in dieser „eckigen Verbindung“ führte durch die Einbeziehung der hinteren Karosserieteile zum Energieabbau, somit zu anderen, gleichmäßigeren  Belastungs-verläufen, mit der Folge einer „stabilen“ Fahrgastzelle.  Ergebnis: Verzicht der bisher üblichen „Try-and-Error“-Methode mit mehr als 30 sinn- und erfolglosen Prototypen-Crash-Tests. 

 
                         

Dieses wurde vom Mitentwickler des EDV-„Finite-Element“ -Modells Nigel  Benson in dessen wissenschaftlicher Veröffentlichung *)
bestätigt, insbesondere unter „Acknowledgements“ (Danksagungen) mit der Formulierung  „in particular N. Spriewald“, hervorgehoben.
           
Das Ergebnis für übliche PKW´s war,  so ist heute festzustellen, die

„Spriewald-Kurve   zwischen Dach und A-Säule, im Firmenlogo des Autors dokumentiert.

*) Benson, Nigel K.; s. Literatur Verzeichnis Nr 1 (Buch: Unfall! Was nun?“).

 Mit den nächsten „Faceliftings“ wurde die „eckige“ Verbindung immer runder, die Windschutzscheibe immer flacher und die, in der Automobilindustrie übliche Anpassung an technische Standards führte in den 90-er Jahren zu einem anderen, dem heutigen Aussehen der Seitenprofile der Fahrzeugflotten, alle versehen mit der 
                                  Spriewald-Kurve“.


Foto: ADAC 

              

Im ADAC-Crash-Versuch: „Aufprallgeschwindigkeit 80 km/h  auf Seite 23, Abschnitt 1.7, ist sogar heute noch das „Einknicken“ an dieser Ecke zwischen Dachrahmen und A-Säule zu erkennen.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass hier nun bei  80 km/h Aufprallgeschwindigkeit, mehr als die doppelte Energie verarbeitet werden muss, als bei den um 1970 mit 50 km/h durchgeführten Crash-Test´s.  

 

 

 
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